Full text : Denkmäler deutscher Sprache und Literatur aus Handschriften des 8ten bis 16ten Jahrhunderts (Erstes Heft)

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a (G6925 - 6939.)
6925. allis des er ie berane
wene erden sihen voupe lanc,
alse der armiste man,
der in die weit je bequam.
Nu ist dis liet zeπαεσ_e cαν.
6930. alle di j- habeèt uernomen
beide man unde wib
denket an den ewigen lib
unde an da, ewige lteben. *
dar nah sult ir imer streben.
5035. lanet alle giricheit
unde habet imer arheit.
umhbe das- himelriche.
got der ist so riche,
er mach v wol gelonen

b. (6940 — 6052.)

6940. mit der himelischen cronen.
buzet vher sunden,
wande ir ne wizzit njwit di stunden,
daz ir hine sult uarn.
durh daz sult ir uh bewarn
6945. di wile di ir hie sit,
unde uorhten got im alle⸗ait,
daa ir mit froweden mvzet uarn.
20 der himelischen searen
beide herren unde frowen
6950. unde ir da mvzet scowen
unde haben dar ewige lon
deum deéeorum in syon-(Hi
 ist v- alle xander).

II.

Bruchstuͤcke eines ganz unbekannten Gedichtes. ιXαν

Die folgenden Bruchstücke verdanke ich nebst Andrem meinem fruͤ⸗
heren Collegen, Herrn Oberlehrer Wiggert zu Magdeburg, der die⸗
selben von einem Bücherdeckel ablösete, Sie' sind Pergament in 40,
aus dem 1aten Jahrhundert, großer eigenthümlicher Schrift, die in
2 Spalten geschrieben ist. Die beiden Blaͤtter gehören Einer
Lage, deren Außenblätter sie waren. Von Blaufi ist übrig: vollstän—
dig Columne A, ein Stück von Col. Baund S, und vollst. natürlich
Col. D. Das Hinterblatt II. aber hat alle 4 Eol. erhalten.
Die Columne enthaͤlt je 24 Zeilen (Zeile 1 und 2 fehlen auf Bl.
J., Zeile 1 auf Bl. Ji.), mithin sind uns erhalten 1) 74 Verse und
2) 42 Verse. Die hei Spalte a rechts mit hinausgedruckten Anfangs—
buchstaben von Spalte b gaben mir den Anhalt, um Spalte be von
der ein lo ses Stückchen nur übrig war, zu erkennen und anzufügen.
Das Gedicht selber scheint, seinem innern Ausbau nach, sehr
ausführlich und groß gewesen zu seyn; es berührt wohl die Kreuz—
züge. Vielleicht, daß Herr Dr. Hartmann zuͤ Hamburg uns Aus—
kunft giebt, der im Befitz eines dahin schlagenden Gedichtes ist.
„Die Namen: sehone alophye, vorst ogen mot, fiut an
triun, coning van ispanien land, sie was dè togter sin genant,
Prganount de werdé“ væ gecoren sus was van coningen ho geboten,
 den drachen he an deme schilde trohe, de coning von
erchen lunt (crechenlant? „de crechere“.) der iunge vorste oder
belt demontyn hat erworben die schoöͤnsi⸗ Magd de werden Syrgamole;
 sein Hof ist z0 antyohe -mussen leiten.