Full text : Denkmäler deutscher Sprache und Literatur aus Handschriften des 8ten bis 16ten Jahrhunderts (Erstes Heft)

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Romanorum sindet und in Karl's des Großen Jugendgeschichte,
wie sie Aretin (Aelteste Sage über die Geb. und Jug. Karls d. Gr.“
München 1803. 8.) mitgetheilt hat 2), wiederkehrt.
Die anderen drei Gedichte der Handschrift theile ich in diesen
Heften vollständig mit. Sie haben mehrfache Wichtigkeit. Einmal
gehören sie alle der merkwürdigen Uebergangszeit an aus dem Althoch—
deutschen ins Mittelhochdeutsche und die ganze Handschrift (besonders
im Alexander), hat überdieß wie die übrigen Gedichte jener Zeit mehr⸗
fache Hindeutungen auf das Niederdeutsche), so daß neuer bedeu—⸗
tender Gewinn efür Reimgesetze, Umlautsfruͤhe u. s. w.) aus der sprach⸗
lichen Gruppirung des Pfaff Kuonrät (Cod. pal. 11i2 und Cod. Argent
 Stadbibl. in Schilter's Thesaur. II. 8), König Rother (Cod. pal.
390) ), der Kaiserchronik (Cod. pal. 301), der heiligen Mar—
ti na (Cod. Basil. bibl. Cartusian. membr. ., 2823) 2),vLam⸗
prechts Alexander ꝛc. (Cod. Argent. C. V. 16. b), Bruchstucke vom
Aegidius“) u. s. w. hervorgehee.
Aundrerseits ist das erste und zweite Gedicht der Handschrift (vom
glouben und litania) für die religiöse Geschichte ihrer Zeit höchst
bedeutsam. Wer Grimm's Beurtheilung der klingischen Ausgabe von
des Bruder Berchtolds Predigten (Cod. palat. 20 und 359 in den
Wieener Jahrbüchern der Literalur (1825, Band 32, S. 194 - 267.)
gelesen hat, und damit die Predigtenlese des „Perman von Fritzsch—
lar⸗(Cod. pal. 113 — 114), die Predigtbruchstücke und philosophi—
schen Abschnitte in Docens Miscellaneen 1, 143 ꝛc. und
Eberts Ueberlieferungen (Heft 1, S. 100 — 1601)7) u. s. w. ver—

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1) Beiläufig: Y Dem Weihenstefner Codex entspricht nochmals Cod. Monac.
chart. fol. QCatal. p- 283. fol. 384 — 93. und quszuglich Ulrich Füterers
Bayrisch. Chronik. Cod. monace, membr. 40 Cat. p. 69. — 2) Diese ganze
Erzählung von Karls Jugend in Spanien u s. w. ist nur prosaische
Auflösung der strikerischen Umdichtung des aälteren Rolandsliedes von
Kunrad (Cod. pal. 112. Ato memb)' Den Beweis an einem andern Orte,
2) 3. B. Alexander, 15d. v. 62: irin willen, Iha. v. 137: irn schin, v. 149:
daæz ih uon ime sogen daz ist war, 156. v. IIi2 di nen walt falton,
I7. IuSent ir mih riten hi durch, 21b. o wie wag nollent ir mir tv, 274
eypt mir den leben han; plegen, wale (Kachmann's Auswahl, Vorrede).
u. s. w.
) Den Wilh. Grimm herausgeben wird. J
) Ich habe wegen der sehr fehlerhaften Tieckischen Abschrift, wornach der
Abdruck in Hagen's „Altdeutschen Gedichten⸗FTheil I, gefertiget ist neue
vollständige Abschrift genommen, den Anfang mir fast ganz herstellend. Be—
kanntlich ist der Schlüß nach einer zweiten, umreimenden, Pergamenthand⸗
schrift gefunden worden. Ich habe Äbschrift wie auch Uhlaͤnd, Grimmec.
„PDis ist ses martinun broch einer meogede von rome die einlif mar—
ter erlitten hat Anf. „Swie liuzel iehn der fuoge han S: auch Las—
bergs „Ein schoen und anmuetig Gedicht, wie ein heidenescher Küng, ge—
nannt der Littower. 1826. S. II., darnach das Gedicht von 12903, und von
mehr denn 30,000 Versen, und von „bryder lue von langensstein (1282.
1298. 1319.) gedichtet ist.
D) mittgetheitt von Grimm in Wigand's Archiv f. Westfalen 1826: Heft
73. 2c.
), Mit Recht bewundert E. die Klarheit und Reinheit der sittlichen Grundsätze
in solchen altdeutschen Betrachtungen. Aehnlich bei Graff, S. 286. 2tes
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