Full text : Denkmäler deutscher Sprache und Literatur aus Handschriften des 8ten bis 16ten Jahrhunderts (Erstes Heft)

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88. DOch: han ich wol' von ym vernommen,!
Da her waß myn wandels genöß,
Wöe ich, yn syn land bekommen
Irgent' vor syn bürgk vnd stoße,
Er het eyn dochter vnd eyn jungen hern,
12b Die solt er ym großen vnd syn fraüwen,
Der gedrüt er alles güt vnd ere.

39. Sie worden yn also sere frogen
Von manchen abenttüwer czwar.
Er sprach „ich kan uch nit, gesagen,
Frauͤwen haben langes hare.)
Daͤs mercke recht, wer eß mercken wih:
Vvsz den auͤgen vnd vsz den herczen —
Das felbe daz ist ein gewares spil.

. Dye fraiwe baͤt dem herren drincken —
Sie sach yn lenger ye baße. J
Da liß er daz halbereyllee fingerlin sincken
Hobsclich in daz drinck glaß.
Maͤn bot der frauüwen widder zu hand.
Daz fingerlin lücht also hell·
lfosweresz gewest eyn adamantß.

91.

vnd“ an alles messe wende ))
Sie huͤbe esz vß gar behendey
Sie nam esz gar balde jn ir hand.
Da waz daz teyll dem andern glich.
Sie schruͤwe we gar lüt aller myner eren,
Ich han widder daz gemachel fünden
Hhn lieben man vnd mynen herren.

92. Vnd so gar an alles misswenden 3)
Sie zu' dem edeln fürsten giugk
Vnd so gar mit ganczen trüwen
Gar liplich sie yn, enpfingk.
Gnade mir, edeler herre myn,
Ich habe an uch gebrochen:
In vwer büß wil ich syn.

93. Da fsprach der edele fürste zart
Swiget edele fraüwe schön:
Nemet'esz üch nit an so hart, —
—00
Wiel ir noch haut üwer wiplich ere.
Het ich daz also versümpt,
Ich weyß nit, wie esz gangen were.
Da nu er hortte die mere,
Der die frauwen, solt genomen han,
Er gingk vor den fürsten here
Vnd sprach herre fuͤrste lobesäm:
Ich gebe mich gäncz in uwer gewalt,
Lebent mit mir, wie ir wolt.
Za sprach der edele fürste gar balde

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i) ich grüßen. ») In Etzels Hofhaltung heißt es (s)3.
Wer weib schilt um ein Har.
WM Dem bin ich fast gehasz.
3) 58, 1. 92, 1. 4) behende: glich heimlich ) t