Full text : Denkmäler deutscher Sprache und Literatur aus Handschriften des 8ten bis 16ten Jahrhunderts (Erstes Heft)

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81. Er hat so vil in groszen notten
Gelyden by mir jIn liebe vnd in leyd,
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Ee daz ich mich von ym wolt scheyden:
Frauwe, daz solt ir glaüben mir.
Da sprach die frauwe zu iren dynern
Nüßland sie beyde ryn gar schir.

E

82. Der here wart sich yn gelaszen,
Da daz gebot die frauwe zart.
Man deth ym gütlichen vß der maßen.
Der here mit dem langen bartte
Sach sin fraüwen gar fruntlichen an
Vnd wolt sich doch nit melden,
Biß er sach, wie eß wolt ergan.

83. Vyl herschafft qwamen dort her geritten,
Die zu der hochgezijt worn geladen
Wol bereyt mit schönem sytten
Die qwamen geritten angefertte)
Tgedacht der fürste lobesam
Ich getrüwe got vnd syner gnaden
Dem schympffe dem wil ich widerstan.

120 84. Man wart zu dische phiffen vnd schrien.
Man saczt yclichen nach synem stat.
Graffen vnd ritter vnd frien,
Dar nach yclichen als er adel hat,
Un den herren vnd daz dire
Liß man in dem hoffe siczen.
Das be elent den herren schire.

85. Sye worden frolich vnd begünden lachen
Fürsten vnd herren jn dem sall
heißent vns den bruͤder3) etwaz machen
Des begerren wir alle zu mal.
Da waren bereyd dry knecht oder fyer
Die liffen in den huͤffe hyn vß
Vnd holten den herren vnd daz dyre.

86.

Da sprach der frauwen kemmerer
Nu swiget alle jüngk vnd alt:
Brüder sag vns nü nuͤwe mere/,
Wie eß in fremden landen sy gestalt.
Ir düncket mich sin eyn weyt gewandert man:;
Hant ir nit gehort oder vernommen
Von eynem fürsten lobesam?

87. Da sprach sich der fürste ssecht
Ich habe eß alles wol gehort:
Seyt ich üch die warheit recht,
So gleübent ir nit myner wort.
Ich habe gesehen in kürtzer stünd,
Er kompt schire widde(r) heym zu lande
Vnd ist auch frisch vnd wol gesünd.

d Zeile 3 fehlt. ) S. 21, 5. M 80, 1. 86, 8.