Full text : Denkmäler deutscher Sprache und Literatur aus Handschriften des 8ten bis 16ten Jahrhunderts (Erstes Heft)

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35 Da fille er mder vff die knye
roan. Vnd dancket dem almechtigen got,
Daz er ym hat!gehülffen hie
Vß! sollicher grosser noöt,
Die erxn yn dem berge hatte
Von bruüͤnetzwick der edele fürste
Got mit fliß vnd ernste bät, 2

54. Das er In folt wyssen vnd fügen,n
„Wereß anders syn lieber wilde,
Wege⸗Die yn zu den lütten drögenn)
Der lewe stünt' by dem herren stylse.
Da wolt⸗ er eyn wenig fürbaß gan
Vber eyn wytte heyden. —
Da sach er eyn buürgk vor ym stan

zaßzz. In eynem' woͤnsten e). brüche vnd rre.
Der here gwam yr also nähe.
Er klopffet frolichen an daz döre.“*
Der pforttener der waz balde dae.
Er deth ym vyff. zu der selben stuͤnd
apnn Da yn der here an sach
Da het er syne lichten müt.

56. Er war do yn also sere frigen,
Von wannen er auch qwemenü
Er künde eß ym auch nit gesagen
Der pfortnex der sloß wider zue—
Vnd seyd dem herren vff der burge die mere,
Wie also eyn grüstlich diiee
Vnd eyn man vor der pfortten were.
57. Dye herxen begüunde zu ym jeben..
Laß yn zu vns vffer gan,.
Das wir mögen in gesehen —
Das dire vnd auch, den fremden man,
Wie sie sint 7 estalt,
Da liffe dern also behende
Vnd liß sie yn gar balde
86 58. Vnd an alles messe wende)))
Furen sie yn nyn den sall 5
Er hat den lewen in der hende.
„Die herren hetten all zu mall
Lange snehbel manig falt... 7
Von bruͤneczwick der edelle fürst
Eynen nach dem andern ane sach.

59. Sye worden ye also sere fragen
Von mancher hande geschicht.
Er künt es yn auch nit gesägen,
Wan er verstünd der sprach, nicht.
Da gwäm eyn deuscheze frauuwe angeferd, 9)
Die waz auch vff die burgk komen,
Die bracht man dem herxren där.

H trügen. 5) wüsten. *) Bild 6: H. und der Löwe vor der Burg, aus
der drei gesnebelte leüte ausschauen. 3) Siehe 91, 1. 92, 1. 4) Siehe
65,5. 5) Siehe 21, 5.

Deutsche Denkmäler. 1. Zeft.

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