Full text : Denkmäler deutscher Sprache und Literatur aus Handschriften des 8ten bis 16ten Jahrhunderts (Erstes Heft)

ahcrwhl

blatert gewirt in das holtaæ
Hufselt kampent blerret gigelt
schriet snàrret lerret schrigelt
So wirt dem man eins uf den tao
145. Zwelfe wuchitel in den saxm.
Auch köment kurte vnd lank
Ainer krump der ander hemk
Per gekrukèêt, der gesteitezet
Der auf scheml waa gepeltat
150. Dar kom manig mutér lunt
Der an aim augen wad plint
Der ander niehs nit gesah
Vnder aim avν wan ir gmah
Wer dar icht pracht daz“aze er

111 —

155. Pach prunnen vnd wazzor
Trunken si für schafernax
Dreicehen mwalteln in Scuß ———
Hie Komens auf ain fewrein velt
Da giengen fiseh wol enzeit
160. Auf einer apfalter
Wol ↄwo vnd drei⸗aig molter
Der schonsten halen puchen
Von tahen vnd von ruüchen
—A prey
Io5. Ain swein leher lag da pey
Der was so fai-t anz des zagel
Waoart der pest antwerh nagl
Der drithalb zentner wal.“
Fierzelien αιelu ilt sak.

LMI. Platter pheiffer durlis holte! „Blateren: König v. Odenwald von der Kuh
¶Cod. herbipol. fol. 1980):
Ir went ieh wolte iv rosenu,
Voergerae icli nv der hlosen. J
Das ist auch ein guoter pfoffer sag.
Der denne gelebt'den viertag.
8 wirt e⸗ auch ein blautersniel.
Bei demselben von der Gaus (Ebend. f. 1966):
Man hat den gense kil) ο deM blater ⸗pil.
Da ainer bleset durxci den luj.
—A tantaæe pfiset.
Ap Mit handen sich begrifet. 3
Gloss. Ker. (Cod. 8. 6. P. 153. plotaru: gula (guila)⸗ GI. Paris.
Graff Diut. J, 2, 245;: gayla: platra). V. Blatecr auf einemBlatt pfeiffen
um das, Wild zu locken.“ Wien Fabein in Altd. Waͤld. III, S, 10v.
34: do begunde ich e b”ι mit ftimme in maniger ahbte; Ulr. Tristan.
1544: Lrisian sanfto begunde bdlaten, Parcifal 3570 er brach dursi blates
stimme ein gwich (um zu blasen ein Blait ꝛc.) Blaettern ist, bayrisch, vom
Schaf bloͤcken; engl. To blcac, auch blacssen, alt plazun: balaré, pluzunga,
plexunga: balatio —- IM2. MHoscelt, gcmpelt, ssridelt. geigent (gigelt. &),
herphént, Jidelt. „Darf man lesen nolret, gempelt, swigelet? V. C
Schwäbisch ist hnossen, hosehen, hotzen: wiegen, schaukeln; bayr. u.
vᷣsterr. hosssen. über Feld gehen. Auch vom Jagen: 1558 baitzen, hoet.
zen vnd —— —D — Gempein, zu Zumpel, gumpel, gimpelꝰ Gigeln,
 gigen zu gugel; gagel ete.? Blerren-blärren, (wie merren), snaurren,
 Scsien, schrigelu, Sridelu. IAM. Da wirt ew ain auf den nalk. —
tac wie der taen (ein Fechthieb,) zu Dache steigen? — 146. Hier schließt
Colocz. Cod. W. fahrt fort, pie o hen. — 1I7. h.ne wie haiz,“ huft
balz. Im, Kinderspot (Berlind: „„Meister Hinshaiiß Meister Schinksobani,
Meisster Morgenstern, Arhbeit hier gern, — 152. Nintes nint. Sehr
häufig. — 156. Schabarnman von scluberen. (reiben), woher Otfr. IV, 8,
59: rscabron im trop. Sinne von zusammenscharren hat, und u” Naft
ken. Vgl. Staden ep. ad Vecard. in v. Seelen memoira stadeniana Pp. 335.
— S. GrimmelIl, 962. 976. und Meusebach's Recension S. 10. (Es lebt
ein Dr. Sclmeiduwind. Der alte Dichter Rupfdenmoun h. im Cod. Herbipol.
Bupphermunn). Nithart (Haͤgen's Hsch. sl. 76, 6. Cod. Palat. 357, fol.
264): des isst Riwvze greifek unt sin rüuher vcιÑνν— (Hagens H: Jenaf.
eruub), Eigentlich Petßmütze. Nithart (M. S. II, 714): nùû treit man
den Schabernax Vdler die buomen häuete“ (im Winter); Cod. paris. hat
chaverudl. — Auch für Scherz, Spaß. V. I63. tuch, tâahes: monedula,
 Dohele (tanele). Aber uchen“ Ob von tagen vnd muochen. wuochen:
 gerochen: gesprochen: gekrochen. Resmar de aͤltere. . —
I66., Diu was sòô vrizet da⸗ der zagel wart? oder: Der wa 66 veizet
uᷣe der gagel wart? Dar vos vone der z2agel, dirxe ragel wari
dor besto antwerb nagel).