Full text : Denkmäler deutscher Sprache und Literatur aus Handschriften des 8ten bis 16ten Jahrhunderts (Erstes Heft)

— 110 —

120. Die gewan oueh manigen smariqe 130. Der mohte mit in riten dar
Zenhen wachtel in den sak. 4o wWvirt verzeret uf der schar
Do wuchsen die Linder Brotes und ein halp gebaeæ
in einem sumer swinder einlef wachtel in den Scut.
Wan ander in zehen iaren J Nu zu ir spillute
125. des Kuniges ot maren 44 135. slabt in die hundes hute
Stief Knehtée man do 2e manne bot Smirt die rosse egete J
drithalben kes und ein halplot unde schaffet das die negele
Satzet man z2u wider woetto J Die der mer raste ruren
wer nu gesatelt hetto richt 720u mitden snuren I
140. Die tatermanne und weset stolta

XX

7*

120. Div gwan manigen maraub. Vgl. Fischart Geschichtklitter ep. 453:
Bul, wasser her, sehenk, sehent mein, Son, sehenk dass würd. mir
die Leber erfrischen. Gib her, dass ieb mich ergurgele vnd ersehnour-—E
 — Smur vom Es⸗
fen: Brandschmurren, Mehlspeise in München; schwäb. Schmarren Obst⸗
muß. bei Geiler v. K: jeder Bissen Ob, marotrer (oder cimarosto⸗
rima d'arrosto 7)? Sehmauroten: leichte Mehlkloße mit Milch und Eiern ge⸗—
macht , Schmarengeln: Ueberbleibsel von der Mahlzeit, leckerhafte Eßwaa⸗
ren. — Oder Snr(hae (W) mit fchwäb. Scluurrmaulen: nichts zu essen
haben, indeß Andre schmausen? — 122. Es w. d. -136. In aim
r geswinder. — 124. Den andrew in zehen wochen. — 125. Des
kuüngs Niden offen (wie oben v. 20: Gegen dem kunige von Nindert da)
Otin? Goldemur? — 126.5 Steuf neht man im ze weib pot. Wie oben
b. 86: Do gap man im ze wibe. Ein alt satel geschirre? Sties kneht
wie stiefvateér ete? oder sctival — (stivl, stiul) Knehtꝰ — 127. Drithalben
kes vnd ain lot. — Brot? V. — 128. 8. m z2ester wæett. — 130. -
im —. — 131. Do vart v. an d. sch. aort ist besser. — 132. Prots wol
din halb war VαWeck, Wecken. — 1833. Ainlif wahteln in sak. -
I5bM. Nu Bomend(t) ir Spil lawt. — 185. Slaht in die hunds hawt. Pauke?
is6. Smirbt die r̃oss eyl. Fidelbogen? „Smirmen Smiru (chmieren)
kömmt nicht häufig in hochdeutschen Gedichten vor. Nithart hat es und
der Konig v. Odenwalde. Jener jin dem Ausdruck „ein gesmirwelter wagon
(Weingart. Hschd. b. Graff Diutiska: I, 143 104; Hagen's Paphsch⸗
N.C. XVII: Lin gesmirter wagen). Druck. v. J. 1506. in der Rede vom
Schafe (Cod. herb. fol. 197 Si — di wolle — Smiru. karten. sStri
chen. Wonach sich Grimm's Behauptung Gramm. J, 946, daß smirn
(En 226) nurr niederdeutsch, das hochdeutsche Wort dafür aber nur Itriehen
sey, berichtigt. — In einem Rechtsbuch Ey blume vbir der sueltsen Spysi
vid vbir veycbildis recht. Cod. Mser. Berol. germ. sl. GXX. geschrie⸗
ben in Schlesien, 1416) schließt die Unterweisung, wie die Fürsprechet
bei Führung eines Prozesses sich zu benehmen hätten, mit dem, Rath (p. 31)
Amene den Kkarren vnd futer dy ros so get der karre deste pan .
Schwabisch (um Ulm): Felunisben, schmieren. Ulm Rh. 18550: man soll
mit dem schainben der Kränken funden Lnder, so mit den Franiaosei
oder bosen Blattern hehaftt, In ruw steen. M. — 157. 8Schaffet dadie
 negl. — 138. Dar inne alle rüren. Alle Finger greifen in die Saiten!
⁊ 189. Richt æu den snüren. — 140. Dié taterman v. w. stolæ. — Ob
Janilfcharen⸗ Musik (Tatarn) Gehört hieher Iα᷑νο—bel* Gach der Eng⸗
ĩischen Munze Rosenobel) Aatteren bei d. Moörin des Herm v. Sachsenh⸗