Full text : Zeitschrift für Krüppelfürsorge, 10.1917,6 (10.1917,6)

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210 Beratungsstelle für Kriegsbeschädigte der Genossenschaft Deutscher Bühnenangehörigen.

fürsorge an, worauf dieser sich bereit erklärte, für Beratungen über Fragen,
welche die Fürsorge Kriegsbeschädigter des Schauspielerstandes betreffen würden,
die Genossenschaft zur Entsendung eines Vertreters einzuladen, sowie Druck—
sachen und Beschlüsse, die für die diesseitige Beratungsstelle von Interesse sein
sollten, zu übermitteln. Die Beratungsstelle erklärte ferner ihren Beitritt zu
dem Reichsverband der privaten Fürsorgevereine für Kriegsbeschädigte, ferner
zu der Deutschen Vereinigung für Krüppelfürsorge und dem Bund Deutscher
Bodenreformer.
Um auch den in Lazaretten befindlichen kriegsbeschädigten Bühnenange—
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sämtliche Sanitätsämter Merkblätter zum Aushang in den einzelnen Lazaretten
insgesamt etwa 4500 Stück) versandt; ferner wurden durch ein besonderes Rund—
schreiben die Obmänner der Ortsverbände der Genossenschaft auf die Kriegs—
beschädigtenfürsorge der Organisation aufmerksam gemacht und zur Mitwirkung
eingeladen. Schließlich wurden ständige Hinweise in der Zeitschrift „Der neue
Weg“ zur Bekanntmachung über die Aufgaben und Ziele der Beratungsstelle
ꝛeröffentlicht.
Während des Berichtsjahres, welches die Zeit vom April bis Dezember
1916 umfaßt, lagen der Beratungsstelle im ganzen 28 Fürsorgefälle vor.
Von diesen 28 Fällen wurden:
6 Fürsorgefälle von vornherein abgelehnt, da die Antragsteller nicht Mit—
glieder der Genossenschaft waren, wovon außerdem sogar 2 noch nicht
ausübende Künstler waren, sondern sich erst im Gesangstudium befanden;
Fälle erledigten sich dadurch, daß die Antragsteller auf die Rückschrift der
Beratungsstelle keine Antwort mehr erteilten;
Fall mußte von vornherein abgelehnt werden, da das Mitglied von der
Beratungsstelle seine Reklamation von der Militärbehörde wünschte;
Fall erledigte sich nach längerer Bearbeitung dadurch, daß das Mitglied
von neuem zum Heere eingezogen wurde;
Fälle fanden ihre Erledigung dadurch, daß die Antragsteller geeignete
Stellen fanden. Hiervon 1 Antragsteller als Kreissekretär bei der Be—
hörde eines Landkreises;
Fall fand durch die Versorgung des Antragstellers von privater Seite
seine Erledigung;
Fall erledigte sich durch die Hingabe eines Darlehens von 500 Mark an
den Antragsteller, der selbst als Theaterdirektor tätig ist;
Fürsorgefälle von Mitgliedern der Genossenschaft befinden sich gegen—
wärtig noch in Bearbeitung der Beratungsstelle, ferner sind
2 Fälle von Nichtmitgliedern der Genossenschaft wegen Zuweisung einer
geeigneten Stellung in Arbeit.
28 Fürsorgefälle.
An Unterstützungen wurden von der Beratungsstelle gewährt bzw. sind
für die kommenden Monate bewilligt:
in 1 Fall der Betrag von 200 Mark,
in 1 Fall der zweimalige Betrag von 60 Mark,

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