jer deutschen Vereinigung angehört, ist auch niemals in den hellen Tagesschein der
5ffentlichen Fürsorge getreten und doch ist er einer der größten Wohltäter der Berliner
und deutschen Krüppelfürsorge geworden. Seine große Schenkung von einer halben
Million .Mark die er unsern Verein aus der Augenblicksstimmung einer besonderen
Herzensireude machte, ist ein wesentlicher Grund gewesen, um uns die Berechtigung
zu großen Zukunftsplänen zu geben und hat uns das Eis bei unserem schweren
Ringen um den Bau eines neuen großen Heims gebrochen; sein Beispiel hat aber auch
anderen Wohltätern Anregung und Entschluß gegeben: in nicht mehr als etwa.2 Jahren
sind der gesamten deutschen Krüppelfürsorge über 5 Millionen geschenkt worden... Aber
nicht die nach ihm benannte Stiftung allein sichert ihm unsere Liebe und Dankbarkeit, sondern
in demselben Maße die schlichte Herzensgüte und’ Wärme seiner Persönlichkeit, die
sich stets im Hintergrunde hielt, niemals etwas besonderes für sich verlangte und doch
in der Not mit dem erfahrenen Rat eines arbeitsreichen Lebens immer zur Verfügung
stand. Die neue Anstalt wird seinen Namen tragen, und wie seine Gattin in seinem
Sinne die Arbeit, die ihr nunmehr zum Lebensinhalt geworden ist, fortsetzt, so wird
auch unser Haus das Andenken an den liebenswerten Mann in Treue bewahren.
Viermal während der Berichtszeit hatten wir Einsegnungsifeier: Am 15. März 1912
und 15. September 1912 wurden je 3 evangelische Zöglinge in der Melanchthonkirche
durch Herrn Pfarrer Steiniger konfirmiert, der unserer Anstalt seelsorgerisch‘ hilft
und uns bei den großen Festen insonderheit zu Weihnachten in dankenswerter Weise
unterstützt, am 23. April 1911 wurden 2 katholische Kinder nach vorherigem Unter-Aus
den
Turnübungen
der Mädchen
und Knaben.