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Die Kinder-Kapelle,
„Hauskapelle‘“*, die „Kinderkapelle“, das „Haustheater“ der
„Leseverein”, die „Künstlervereinigung”, und der Spielverein”. In
ihrem Streben wurden diese Freiwahlgruppen gefördert durch Freundinnen unseres
Werkes, die sich selbstlos in ihren Dienst stellten. Herzlichen Dank sei ihnen auch
an dieser Stelle gesagt, die alle Schülerinnen der „Sozialen Frauenschule“ unter Leitunz
Fräulein Dr. Alice Salomon sind. Fräulein Paula Gilbert, Fräulein Dore Hülsenberg,
Fräulein Paula Niemeyer, Fräulein Lotte Schubert.
Dieselben Kinder, die sich auf die Interessengruppen verteilen, sind auch zu
Pflichtgruppen vereinigt. Sie haben jederzeit, wenn es verlangt wird, auf den Sonntagsurlaub
zu verzichten. Ebenso müssen sie jederzeit auch an den Werktagen sich bereit
halten, ihre freie Zeit zu opfern, um die Kinder zu beaufsichtigen. Auch der Stubendienst
ist in diesem Sinne organisiert. Selbstverständlich ist, daß dieser von Kindern
gepflegte nicht etwa der einzige ist; alle verantwortliche Aufsicht wird von den Beamten
der Anstalt, den Schwestern, Ärzten und Lehrern ausgeübt, die größeren Kinder helfen
dabei, selbst beaufsichtigt, nur mit.
Die Ausgestaltung der Erziehungsorganisation in dieser Form erheischt eine
wesentliche Vermehrung wichtiger Lehr- und Unterrichtsmittel, und der Werkzeuge für
den Handfertigkeitsunterricht. Sehr erwünscht kam uns daher auch die Erweiterung
der Bücherei durch Schenkungen. Herr Prof. Dr. Biesalski stiftete als Weihnachtsgabe
der Schülerbibliothek eine Reihe Bücher, die eigens für die erzieherische
Veredelung des Geschmackes der Zöglinge ausgewählt waren. Zu großem Dank verpflichtet
sind wir auch der „Freien Lehrervereinigung für Kunstpflege“,
die uns sämtliche „Bunte Bücher“, „Bunte Jugendbücher‘“ und „Kunstgaben“
stiftete. Der Verlag Hillger schenkte uns sämtliche Hefte der „Deutschen Jugendbücherei‘.
Die „Deutsche Dichter-Gedächtnis-Stiftung‘“ Üüberliess
uns sämtliche, in ihrem Verlag erschienenen Bücher zum Selbstkostenpreis, und der
Verlag Hertel überwies die „Adler-Bibliothek‘“ unserer Anstalt. Der Verlag
Scholz erfreute uns durch verschiedene Bilderbücher.
Der Erweiterung der Erziehungsaufgaben und der Bereicherung der Lehrmittel
schloss sich eine Erweiterung des Lehrstoffes an. In der Fortbildungsschule wurde
die Bürgerkunde neu eingeführt. In diesem Fache erteilte Herr Wendt- Charlottenburg
in liebenswürdiger Weise freiwillig den Unterricht, an dem sämtliche Lehrlinge und