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Mittleres Untersuchungszimmer der Poliklinik mit Meßapparat für Rückgratsverkrümmungen.
Anstalt erforderliche Aufgabe der dauernden Zuführung heimbedürftiger Krüppel nur
dann mit Erfolg erfüllen konnte, wenn sie schon so lange vor unsrer Übersiedlung
arbeitete, daß sie genügend bekannt und eingearbeitet war, um das Verschwinden des
jetzigen Heims von seinem Platze in Berlin garnicht fühlbar zu machen.
So wurde denn am 8. Juni 1911 in dem Hause Skalitzerstraße 9
die neue Fürsorge- und Beratungsstelle eröffnet.
Das Haus liegt in unmittelbarer Nähe des Kottbuser Tores «und seiner ausgezeichneten
Verbindungen. Es ist absichtlich so nahe an die Hochbahn gelegt worden,
damit es später von der neüen Anstalt aus, in deren Nähe die Untergrundbahn endet,
leicht bewirtschaftet werden kann. Der beigedruckte Lageplan kennzeichnet des
näheren die Lage der Fürsorgestelle und ihre Verbindungen. Der zweite Grund,
weshalb gerade diese Gegend gewählt wurde, ist der, daß der Süden Berlins mit
Seinen reich bevölkerten Vierteln und Nachbargemeinden orthopädisch sehr
viel weniger versorgt ist, als der Norden der Stadt, wo zahlreiche private und
Staatliche Polikliniken arbeiten.
Es stehen in der Fürsorgestelle im ganzen 10 Zimmer zur Verfügung.
Außer einem Wartezimmer haben wir zwei Räume für Untersuchung und
Behandlung; in zwei weiteren großen zusammenhängenden Zimmern sind die
Apparate für Behandlung der Rückgratverkrümmungen untergebracht,
als da sind: schiefe Ebenen, Schweben, Bogenbrett, Widerstandapparate, Ringe, Gurtbett,
Massagebänke. Es sind ferner vorhanden: Vorrichtungen für die Verabreichung
von örtlichen Heißluftbädern, ein fahrbarer Anschlußapparat für Galvanisation
und Faradisation, eine Vorrichtung zur Messung der Rückratsver-