Diegroße Turnhalle geht mit ihrem Mittelbau durch 2 Geschosse.und hat Medicomechanik,
Massage- und Heißlufträume in 2 Seitenschiffen. Sie ist. zugleich
der Festsaal des Hauses. Daneben liegen die großen Speisesäle und im südlichen
Flügel eine Station. Jede Station hat eigene Waschräume, Badezimmer, Stiefelputzraum,
Tagesraum, Wäsche- und Schrankzimmer und Klosets nach Geschlechtern
getrennt.
Im Obergeschoß enthält der Südflügel die Operationsabteilung,
2 Operationssäle, 1 Sterilisierraum, ein Vorbereitungszimmer, 1 Gipsraum, 1 großes
Untersuchungszimmer, 2 Laboratorien, das Röntgenzimmer, 1 photographisches Atelier
mit zwei Dunkelkammern, 1 Archiv, Das.ganze übrige Obergeschoß wird von mehreren
Stationen eingenommen, darunter die Babystation. Ein Zimmer ist für permanente
Bäder bestimmt, mehrere Veranden und Loggien für Aufenthalt der Kinder
in der Sonne. In der Süd-Ost-Ecke liegt die Abteilungder Privat- Patienten
lL. und II. Klasse.
Im Wirtschaftsflügel geht durch Erd- und Obergeschoß die Wäscherei,
Plätterei, Flickerei und das Wäschemagazin.
Vom Dachgeschoß nehmen mehr als die Hälfte die Schwestern für sich
in Anspruch. Sie haben einen großen Speisesaal mit einem gegen den Wald gerichteten
Vorraum, ein Lesezimmer, ein Musikzimmer, zahlreiche Einzelwohnzimmer. Dazwischen
liegen die Schlafräume der weiblichen Dienstboten. Der südliche Flügel ist männlich,
hier wohnen die Lehrer und’'Aerzte, die ein eigenes Kasino haben, einige
Wärter und die männlichen Handwerkszöglinge.
In einem besonderen Wohnhause sind die Beamten des Hauses
untergebracht. Im Walde liegt der Infektionspaviilon mit 4 vollständig getrennten
Abteilungen, daneben die Dampfdesinfektion.
Unmittelbar vor dem Hofe des Hauptgebäudes befindet sich ein prachtvoller
Eichenwald, zwischen beiden breitet sich ein mächtiger langgestreckter Kiesplatz
aus als Tummelplatz für die Kinder, dann folgt gegen Norden eine kleine Waldwiese
von alten Akazien bestanden und ein geradezu idyllisch gelegener Tennisplatz
zwischen Eichen, Buchen und Lärchen. Gegen Westen hin öffnet sich an der Haupt-Schneise,
die durch unser Grundstück führt, eine entzückende Waldwiese mit alten
Kaninchenbauten und verfallenen Schießgräben. Hier sollen die Kinder im unverfälschten
Märkischen Sande spielen, daneben soll eine Planschwiese entstehen mit richtigem
Meeresstrand, zu dem der köstlichste Sand vorhanden ist. Gegen Süden öffnet
Sich eine Liegehalle für Luft- und Sonnenkuren. Gleich hinter der
Planschwiese ist das Sonnenbad gelegen, das gleichfalls ein kleines Wasserbecken enthält
und Brausen. Hier werden wir die in neuer Zeit immer mehr aufkommende Lichtund
Luftbehandlung gegen Gelenk- und Knochentuberkulose und englische Krankheit
mit Erfolg aufnehmen können. Der ganze Wald wird unverändert erhalten bleiben
zum Tummelplatz und Spielen für die Kinder. In seiner Süd-West-Ecke liegt die Waldschule,
bestehend aus 4 Schulbaracken und einem Hause für Handfertigkeitsunterricht.
Die dazwischen gelegene Schneise soll zu einem Turnplatz mitten im Walde
verwandelt werden. Am Rande des Waldes liegen die Schulgärten. So werden die
Kinder, wie wir hoffen, den größten Teil des Jahres andauernd im Freien zubringen.
Gegen Süden hin liegen der Obst- und Gemüsegarten mit Gewächshaus und
Treibkästen. Um das Beamtenwohnhaus herum liegen die Beamtengärten, dahinter der
HNühnerhof und gegen den Eichenwald, der den .Tennisplatz begrenzt, die Gärten
/für die Privatpatienten und Schwestern. In der nördlichen Ecke wird
las oben erwähnte Museum von er „Deutschen Vereinigung für Krüppelfürsorge“
Srrichtet werden.