Selbstfahrer nach Abnahme der 3 Handgriffe.
Zine auf den Waäger gesetzte Platte, die hori-‚ontal
oder schräg gestellt werden kann, dient‘
zum Essen, Schreiben. Lesen, Arbeiten.
Selbstfahrer für Kinder mit unheilbarer Lähmung
der Beine. Die Handgriffe der Triebvorrichtung
und des Steuers können entiernt werden, sodaß
auf dem Wagen Arbeiten vorgenommen werden
können (Stuhlilechten) oder der Wagen unter
ainen Tisch geschoben werden kann. Das
Modell des Wagens ist in der Anstalt gefertigt,
die Fabrikation hat die Firma Windler übernommen.
richt in ihrem Bekenntnis gefirmt; ein taubstummes Mädchen mit hochgradiger Rückgratsverkrümmung,
das den Konfirmandenunterricht in der Taubstummenänstalt besucht hatte,
wurde mit den Taubstummen am 30. März 1911 in der Petrikirche eingesegnet.
Zum April 1912 konnten wir unsere ersten Gesellen nach gut bestandener Prüfung
in das Leben entlassen: 2 Schuhmacher und 3 Schneider. Alle haben sotort auskömmjiiche
Stellungen gefunden.
Bisher haben wir durch Ausbildung in unseren eigenen Werkstätten bezüglich im
Bureau nachstehende Zöglinge zu eigenem Brot gebracht:
Carl Köpp als Buchhalter in der Lebensversicherung Friedrich Wilhelm; Walter
Reichard als Bureaugehilfe im Rechtsbureau von Max Pflug; Herbert Bast als Buchhalter
in der Krüppelhheilanstalt; Lea Kaiser als Buchhalterin bei Herrn Brandes & Co,
Alexandrinenstr.; Hedwig Rock als Kontoristin bei der Starklicht-Zentrale, Gitschinerstraße
3; Elfriede Jacobi als Röntgengehilfin bei Dr. Rott in Halberstadt; Elisabeth
Wander als Buchhalterin; Karl Schulz als Schuhmachergese!le; Gustav Müller als
Schuhmachergeselle; Julius Masche als Schneidergeselle; Adolf Wende als Schneidergeselle;
Eugen Franke als Schneidergeselle; Fritz Keßler als Kontorist im Bureau seines
Vormundes; Elfriede Rhode als Kontoristin.
Zu Pfingsten 1912 fand in München der II. Deutsche Kongreß für Krüppelfürsorge
statt, der einen glänzenden Verlauf nahm und von mehreren Angehörigen des bayerischen
Königshauses besucht war, von denen Prinz Ludwig ‚Ferdinand, selbst Arzt und Chirurg,
als Ehrenvorsitzender die Versammlung leitete. Der stellvertretende Vorsitzende unseres
Vereins, Herr Geheimer Obermedizinalrat Prof. Dr. Dietrich, unser Anstaltsleiter,
Herr Prof. Dr. Biesalski, und unser Erziehungsinspektor, Herr Würtz, hielten Vor-;räge
über die Themata: „Wie ist die Krüppelfürsorge einzurichten?‘ — „Was ist durch
die Bewegung der Krüppelfürsorge in den letzen zehn Jahren erreicht worden?“ — „Das
künstlerische Moment im Unterricht und in der Ausbildung der Krüppel.“ Die für jeden
Krüppelfreund lehrreichen Verhandlungen des Kongresses (Verlag Leopold Voss.-Leipzig)
sind für den Preis von 8 M. im Buchhandel zu haben.