@misc{38ed9a71-1733-416c-9f5c-ed529a885044, title = {Universalkymograph}, abstract = {Kymographen waren in der Frühzeit der naturwissenschaftlich ausgerichteten Psychologie die am universellsten einsetzbaren Messgeräte. Erst die mit Computern geschaffenen neuartigen Formen der Speicherung von Messverläufen haben sich gegen diese Form der Aufzeichnung durchgesetzt. Ein solches Universalregistriergerät wurde erstmals auf dem 1. Kongress für experimentelle Psychologie 1904 ausgestellt. Es hatte vielfältige Funktionen wie Geschwindigkeitsregelung der Trommelumdrehung (2 Sekunden bis 1 ½ Stunden), umkehrbare Drehrichtung, Entkoppelung der Trommelrolle vom Uhrwerk, ein Präzisionsuhrwerk mit Foucaultschem Regulator, verstellbare Füße zur vertikalen Ausrichtung und eine Trommel-Höhenverstellung. Thomas Young entwickelte einen Vorläufer, bei dem mittels eines Gewichts eine Trommel gedreht wurde, auf die dann die Aufzeichnung erfolgte. Den ersten Kymographen entwickelte Carl Ludwig. Bei ihm wurde die drehbar gelagerte Trommel durch ein Uhrwerk angetrieben; es gab jedoch auch Modelle mit einfachen Federwerken oder manuellem Antrieb. Die Daten wurden auf einem berußten Blatt Papier, das um die Trommelrolle gelegt wurde, aufgezeichnet, indem Metallstifte das Papier wieder freikratzten. Meist zeichnete ein Schreiber die Zeiteinheiten auf. Es konnten mehrere Schreiber parallel aufzeichnen, somit mehrere Messinstrumente parallel verschiedene Parameter aufnehmen. Auch konnten Intensitäten anhand der Stärke des Ausschlags registriert werden. Durch die mechanische Übertragung konnte die anfänglich unzuverlässige Fehlerquelle der Stromzufuhr umgangen werden. Später wurden jedoch auch elektromagnetisch aktivierte Schreiber verwendet. Die Kymographen arbeiteten sehr zuverlässig, waren weniger fehleranfällig als Chronoskope, hatten jedoch den großen Nachteil der aufwändigen Datengewinnung.}, pages = {3}, }